Take the long way home

Von Anfang an begegneten sie uns überall. Während sie in Deutschland brav am Flughafen, Bahnhof oder vor dem Hotel warten, machen sie ab Paraguay Jagd auf dich – die Taxis.
Kaum bist du aus dem Flieger, erwischen sie dich, noch bevor du deinen Koffer hast. „Taxi, Taxi!“ schallt es von allen Seiten. Billige Ausreden wie: „Otra dia!“ lassen sie nicht gelten.
Oder auf der Straße – da wirst du von ihnen beinahe überfahren, so jagen sie dich! Du kannst dich verkleiden, so gut du willst. Sie finden und erkennen dich. Und fahren dich über den Haufen, wenn du nicht sofort einsteigst. In Paraguay sind sie ja noch gut getarnt, kaum zu unterscheiden von den anderen Fahrzeugen. War es in Peru schon etwas besser – die Taxis hatte etwas deutlichere Schilder und hupen dich an – konnte man sie in Argentinien schon zweifelsfrei erkennen. Sie sind schwarz, haben ein grünes Dach und sogar ein Lichtsignal an der Frontscheibe: LIBRE in grün für ein freies Taxi.
Genau so eines suchten wir, nachdem wir aus dem Hotel in Buenos Aires ausgecheckt hatten. Normal kein Problem, machen die doch fast 50% des Straßenverkehrs aus. Einfach an den Straßenrand stellen . . . und wenn so ein Gefährt in Sicht kommt, winken. Also ganz einfach. Nur – es war kaum eines zu sehen. Standen wir ungünstig? Die paar Taxis, die wir sahen, waren alle besetzt. Gekonnt fuhren sie an uns vorbei. Wir winkten, wedelten, sprangen auf die Fahrbahn. Keine Chance: die Straße hatte gut 4 Spuren und sie fuhren einfach in der Mitte.
Endlich hielt einer an und marschierte an uns vorbei. Wir wagten ihn anzusprechen, weil wir doch dringend zum Flughafen wollten. Nein, desculpa, ich muss hier nur mal auf Toilette! Weg war er . . . Gibt’s das? Dann wieder ein. Wir rissen schon die Türen auf. „Kann man bei ihnen auch mit Kreditkarte zahlen?“ – „Pesos“ – „oder mit Dollars?“ – „Pesos!!!“. Für die paar lausigen Pesos die wir noch hatten, hätte er uns spätestens auf der Mitte der Avenida rausgeschmissen. Also nix! Schon braust er davon.
Es dauert eine ganze Weile, bis endlich wieder einer hält. Wir fragen ganz vorsichtig . . . Dollars? „Siiiiii“ – wir trauen unseren Ohren kaum und verstauen die Koffer schnell und werfen uns ins Fahrzeug. Schnurstracks geht es raus zum Flughafen unten am Meer, das platt und ruhig da liegt, als wäre es die Rollbahn. Wir bezahlen tatsächlich in Dollar und bekommen jede Menge Pesos raus. Soviel, dass wir damit wieder in die Stadt fahren könnten. Zu spät, denn jetzt müssen wir auf den Flieger Richtung Heimat.

Aeroparque

Hm, um genau zu sein, erst mal nach Cordoba. Das liegt auch in Argentinien. Dort haben wir dann 3 Stunden Layover, also Zeit, auf den Anschlussflug zu warten. Wir überlegen, was wir in den 3 Stunden machen, während unsere Koffer schon auf dem Band verschwinden. Erst mal müssen wir aber hier warten. Und warten. Wir warten schon lange. Viel zu lange. Am Gate treibt sich Personal rum, die aber ungern Auskunft geben. „Bitte bleiben sie sitzen. Sie werden aufgerufen!“.
Das Flugzeug sollte schon 10 Minuten in der Luft sein. Da ist es schwer, einfach zu warten, bis man aufgerufen wird. Ständig kontrollieren wir die Anzeigetafeln: Gate 11. Und an Gate 11 steht BUENOS AIRES – ON TIME. Nur dass die Time schon abgelaufen war.
Wir reden uns mehrfach ein, dass schon alles ok ist. Was nicht stimmt. Die Uhr läßt uns die 3 Stunden Wartezeit in Cordoba schmelzen. Ok, 2 Stunden genügen auch noch. Hm, 1,5 Stunden werden knapp. Endlich läßt man uns an Bord! Wir schnallen uns an und signalisieren unsere Bereitschaft, sofort abzuheben – schliesslich wollen wir in Cordoba ja mindest einen Kaffee trinken. Die Pesos hätten wir ja.
Aber dann wird das Flugzeug erst mal betankt. Ja, so ein Abflug kommt eben immer etwas überraschend. 😉
Als wir schliesslich mit 1,5 Stunden Verspätung abfliegen, entspannen wir uns langsam. Es gibt einen leckeren Rotwein an Bord und ich schlummere sanft vor mich hin.

Cordoba

Schon landen wir in einem kleinen – einem sehr kleinen – Flughafen. Flugplatz wäre ungerecht, dazu ist er doch etwas zu groß. Das Innere der Halle überrascht mich – leer, sauber und aufgeräumt. Schnell gugg ich auf meiner App, ob wir nicht versehentlich in der Schweiz gelandet sind . . . nein, es ist definitiv Cordoba. Das Cordoba in Argentinien. Irgendetwas stimmt hier nicht. Aber wir freuen uns über diesen Flughafen und gehen direkt zum Kaffee über. 3 Stunden wären hier bestimmt nett gewesen. Von der Kaffeebar aus sehe ich, wie ein Mädchen Ausdruckstänze zu Klaviermusik vorführt, während sie von 2 Leuten gefilmt wird. Nett!
Der Kaffee ist flughafentypisch so teuer, dass die Pesos fast wieder weg sind. Auch gut! Das kann mich schon mal nicht mehr belasten. Die Pause hat gut getan und ist auch schnell vorbei. Ein bisschen Internet hat die Zeit schnell überbrückt. Ruckzuck sitzen wir im Flugzeug Richtung Heimat. Richtung – nicht nach Hause! Richtung heißt, nach Brasilien, São Paulo. Dort Zwischenstopp von fast 2 Stunden. Und diesmal sind wir richtig pünktlich. Naja, bei dem ordentlichen Flughafen nicht anders zu erwarten.

São Paulo

Auf dem Flug nach Brasilien passiert nichts späktakuläres. Unten die Landschaft, oben der Himmel. Dazwischen wir, lesend, trinkend, schlummernd oder aus dem Fenster starrend. Südamerika zieht vorrüber, als zöge jemand die Landkarte unter mir weg. Adios ihr Anden, adios ihr Mango, Papaya, Guave und Alpaka. Es keimt Freude auf zuhause auf.
Der Flughafen in São Paulo ist so riesig, dass die Zeit exakt reicht, um rechtzeitig zum Boarding am Gate zu sein. Das Warten findet im Stehen statt. Eine riesige Boing wartet auf uns und entsprechend auch der Andrang. Irgendwann sitzen wir eingekeilt in der mittleren Viererreihe in den beiden Mittelsitzen. Ein Traum! Nicht!
Kurzer Check mit dem iPad – ich kann hier definitiv das Ding nicht aufbauen: Ablage zu kurz, Schreibposition erlaubt kein Ausklappen der Ellbogen. iPad ist gestrichen. Dafür wartet vor mir ein Display mit Spielen auf mich. An Bord gibt es auch noch ein Abendessen und später ein Frühstück. Dazwischen versuch ich zu schlafen. Günther tauscht mit seinem Nebensitzer aus logistischen Gründen der Platz und ich sitze wach neben 2 Siebenschläfern. Wie machen die das?
Irgendwann kippe ich nach vorne und lege meine Stirn auf den Vordersitz ab. Und schlafe ein! Sofort! Eine neue Position entdeckt. Genial. Allerdings nix für dauerhaft. Trotzdem gelingt es mir, hier und da zu schlafen und ein gewisses Pensum zu erreichen. 12 Stunden geht das so. Und ich muss nicht auf Toilette. Darüber triumphiere ich noch, als wir schon zum Sinkflug ansetzen. Die Anschnallzeichen leuchten auf, Toiletten sind tabu. Da rumpelt es in mir. Und ich schaff es nicht bis zur Landung. Definitiv. Ich stolpere hinter zum freundlichen Steward und bekomme die Erlaubnis zu tun, was ich tun muss. Allerdings ist schon alles abgeschaltet und verräumt. Reden wir nicht darüber. Die Gesundheit geht vor.

Steward

Übrigens der Steward. Der war der Knaller. Ein etwa 40jähriger Brasilianer, vor ein paar Tagen das letzte Mal rasiert. Groß, kräftig und immer zu Scherzen aufgelegt. Für jeden hatte er einen Spruch parat und wechselte ein paar nette Worte. Vorzugsweise in dessen Sprache, wenn er sie rausbekommen hatte. Irgendwo saß ein Russe und er hatte ein paar Brocken für den. Für den Inder hinter mir auch. Mich nahm er auch auf die Schippe und ich freute mich über so viel Aufmerksamkeit. Bitte liebe Fluggesellschaften: nur noch solche Leute und schickt die bei dem in die Schule!

Frankfurt

Hey, das war schon der letzte Flug. Über einen Tunnel geht es in die Verliese des Frankfurter Flughafens. Schon wieder interessiert sich jemand für meinen Pass. Für mein Gepäck. Das zieht sich wie Kaugummi. Hunderte von Fingerabdrücken zieren wahrscheinlich schon den Ausweis. Endlich, endlich bekomme ich meinen Koffer wieder. Aber oh weh, in welchem Zustand. Das Rad ist wieder ab. Aber diesmal endgültig. Keiner hat es mit auf’s Band gelegt oder an den Koffer geklebt. Ein Glück sind wir schon fast daheim.
Ich eiere mit dem Dreirad nach draußen zum Fernbahnhof, der glücklicherweise im selben Gebäude liegt. Über die Bahnfahrt gibt es nicht viel zu schreiben – ja, wir mussten auch hier 2 mal umsteigen: in Heidelberg vom ICE auf die S-Bahn und in Mannheim auf eine andere S-Bahn. Die Landschaft draußen wurde vertrauter und schliesslich kam wir sogar in Aglasterhausen an. Der vetraute Geruch ländlicher Luft, sanfte grüne Hügel und Menschen zu sehen, auf die man sich freut. Zuhause!

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Buenos Aires

In Buenos Aires landeten wir nach einem ereignislosen Flug von Cusco über Lima. Peru stempelte ein „hasta la vista“ in den Pass und weg waren wir. Die Temperaturen hätten unterschiedlicher kaum sein können. Bei ca. 6 Grad verließen wir Cusco und kamen bei über 30 Grad in Buenos Aires an. Das Taxi kutschierte uns in das Zentrum von Buenos Aires durch eine Stadt, die an Europa erinnerte. Breite bequeme Straßen genossen wir in einem sauberen Chevrolet-Taxi. Übrigens sind die Taxi hier einheitlich gefärbt, schwarz mit grünem Dach. Das erste Mal in Südamerika, dass ich das sehe.
Am Straßenrand vertraute Bilder: es ist Sonntag und die Leute vergnügen sich im Park. Rechts und links der Straße ziehen sie sich entlang mit schönen ausladenden Bäumen. Menschen grillen, spielen und dösen in der Sonne. Die Bäume stehen zum großen Teil in Blüte. Ich denke spontan: du bist hier in der Akklimatisierungsschleuse nach Europa. Ein gutes Gefühl!
Die enge Sträßchen und hohen Häuser im Zentrum fallen sofort auf. Auch dass hier Fußgängerzone ist. Die letzten Meter ins Hotel mussten wir laufen.

Hotel El Cabildo

Den Eingang zum Hotel verpassten wir zuerst einmal. Der ist so schmal, da ist der Hauseingang zuhause breiter. Der extrem schmale Flur – hier passe ich gerade samt Koffer hin, vorbei kann einer nur per Saldo über mich drüber – wird durch einen vollflächigen Spiegel künstlich verbreitert. Links windet sich eine Treppe nach oben. Geradeaus am Ende des Ganges ein kleiner Schreibtisch mit einem Herrn mit gebügelter Hose, gestreiftem Hemd, Krawatte, Brille und verbindlichem Lächeln. Unser Zimmer ist im ersten Stock. Davor ein Wasserspender mit kaltem und heißem Wasser. Ich juble innerlich – der Wasservorrat ist gesichert.

Cambio

Das kleine Zimmer hat eine Pritsche für mich. Das reicht. Raus auf die Straße! Das Trillern und Hupen, das noch aus Peru nachhallt, ist hier nicht mehr zu hören. Dafür schallt es alle paar Meter „Cambio!“ – „Cambio, Cambio, Cambio; Dolares, Euro!“ Menschen in Zivil stehen auf der Straße herum und bieten Geldwechsel – Cambio – an. Irgendwann muss ich mal tatsächlich Geld tauschen, 10 Dollar gegen . . . ja, gegen wieviel eigentlich? Ich schnappe meine UmrechnungsApp – die sagt, 154 Peso sollte ich bekommen. Tatsächlich bekomme ich 150 von einem Büro, in das uns der Typ schleppt. Ich bin damit zufrieden.
Bei einer anderen Gelegenheit will ich nochmals wechseln. Auf einmal sind die Typen nicht mehr zu finden. Endlich haben wir einen. Der will mir nur 120 dafür geben und reißt mir die 10 Dollar beinahe aus der Hand. Ich bin nicht einverstanden! Da beginnt er zu schimpfen und sich mit einem Geldschein symbolisch den Hintern zu putzen. Ich denke nicht, dass er der richtige ist. Kurz danach der nächste. Der will mir nur 100 geben. Der Kurs stürzt. Egal, so nicht!
Dann kommt uns die glorreiche Idee, 2 Flaschen Wasser zu erstehen, mit den 10 Dollar zu bezahlen und uns den Rest in Peso auszahlen zu lassen. Das war der bisher beste Kurs!
In dem Laden erkennt uns ein Argentinier mit riesigen Muskeln – noch größer als meine – als Deutsche. Über seinem grellen gelben T-Shirt erstrahlt ein breites Grinsen. Auch seine blonde Frau freut sich sichtlich. Er wirft mit ein paar Brocken Deutsch um sich: „Willkommen in Argentina!“, „Wie geht’s?“ Und „Dankeschön“. Dabei freut er sich tierisch. Auf der Straße begegnen wir den beiden wieder. Ich sehe, dass er auf dem Nacken „Gott mit uns“ tätowiert hatte. Auf der Wade den deutschen Reichsadler. Den Spruch fand er toll, weil es um „dios“ (Gott) geht. Ahja!

Stadtbesichtigung

In den 2 Tagen, die wir hier verbringen, besichtigen wir die vier Hafenbecken von Puerto Madera und den Stadtteil La Boca, ein besonders bunter Stadtteil. Die vielen Kilometer, die wir dabei zu Fuß zurücklegen, beweisen, dass das eine riesige Stadt ist und wir nur daran schnuppern. Die Sonne scheint nicht so unbarmherzig und die Stadt Buenos Aires macht ihrem Namen dadurch alle Ehre, dass ständig ein recht starkes Lüftchen weht.

Die Hafenbecken sind riesig lang und es ist nicht sehr viel Betrieb. Yachten liegen im Hafen, in den Restaurants und Cafės treiben sich Menschen rum, im europäischen Stil – sag ich jetzt als Europäer – gekleidet. Radfahrer, Jogger und Skater düsen vorbei. Es ist eine gute Stimmung zum Laufen, Flanieren. Riesige Kräne zeugen davon, dass hier mal früher Frachten verladen wurden. 2 Kräne tragen die Aufschrift VEB Eberswalde – die alte DDR läßt grüßen.
Immer wieder kommen Flugzeuge rein, da in der Nähe ein Flughafen direkt am Meer liegt – der Aeroparque, von dem aus wir unseren Rückflug antreten werden. Die Flieger scheinen durch die hohen Bürogebäude hindurchzufliegen, was ich unbedingt fotografieren muss. Wir kommen an eine große weiße Brücke, die offensichtlich schwenkbar ist. Sie sieht mit ihren vielen Seilen zwischen einem langen schräg aufragenden Pfosten und dem Fußweg wie eine riesige Harfe aus.
Erwähnenswert ist sicher auch das Casa Rosada. Das ist der argentinische Präsidentenpalast am Plaza de Mayo. Evita Péron fällt mir ein und in meinem Kopf singt Madonna „Don’t Cry For Me, Argentina“. Jede Zufahrt ist mit dicken Metallblockaden massiv versperrt, in denen ein kleiner Durchlass gelassen wurde. Schwer gepanzerte Polizeifahrzeuge überall zeugen von Schwierigkeiten. Hier ist es nicht gemütlich. Schnell weiter.

La Boca

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p dir=“ltr“>Ein Taxi kutschiert uns raus nach La Boca. Kaum sind wir aus dem Taxi raus, sehen wir Unmengen an Menschen vor uns. Lästige Touristen wie wir. Hier wird das Fotografieren und Filmen extrem schwer. Denn das tun hier fast alle. Der Rest wird verführt vom Speise- und Kitschangebot – Souvenirs so weit man sehen kann. Das ist nicht sehr weit bei den engen Gässchen. Aber die sehr bunten Häuschen in knalligen Farben locken uns alle an wie die Fliegen. Wir winden uns einen Weg durch die Massen. Man kann sich hier mit einer spärlich bekleideten Tangotänzerin so knispen lassen, dass es aussieht, als könne man tanzen. Ich widerstehe dem Fake und umtänzle die 4-5 Station gekonnt. Wenn ich mich etwas abseits halte, kann ich sogar fotografieren und hab keine Menschen drauf. Keine Verkaufsstände mit x Gemälde, groß und klein. In einer Seitenstraße, eher einem kleinen Fußweg zwischen Gebäuden und Gleisen, werden tonnenweise Fleischbrocken auf einen ächzenden Grill geworfen. Der Rauch steigt auf und verströmt einen lockenden Duft. Irgendwann werden uns die Menschen zu viel und wir lassen uns vom Taxi zurück in die Stadt bringen. Das vertraute „Cambio!“ wirkt geradezu beruhigend nach dem Gedränge und Geschubse. Zeit, hier nach etwas Essbarem zu suchen . . .

Holá Peru 🇵🇪

Die Ausreise aus Paraguay lief so glatt, als wollte man uns loswerden. Eine gemütliche Taxifahrt, freundliches CheckIn und ich bekam meinen Ausreisestempel. Das Flugzeug nach Lima war nicht voll besetzt, und so setzte ich mich ans Fenster. Schaute runter auf die Landschaft, die in saftigem Grün unter uns vorbeizog, langsam brauner wurde, felsiger und von flach nach hügelig sich zu bergig änderte. Zuerst war es ein sich schlängelnder Fluss – braun wie Milchkaffee -, der aus einer langgezogenen Kette kam. Nach der Kette ein Tal, danach noch eine Kette. Der Fluss querte beide Ketten in Schlangenlinien, als würde ihn Berge nicht interessieren. Entlang des Tals dazwischen, flossen wiederum hellbraune Flüsse in diesen großen Fluss, sodass eine Art Kreuz entstand.

Die Berge wurden höher, teils weiß bedeckt. Die Wolken verdichteten sich, sodass nur noch vereinzelt verschneite Kuppen herausstanden. Bis auf einmal der Pazifik sichtbar wurde – wie eine große blaue Platte, ohne Schaumkronen. Wir kurvten raus auf’s Meer und nahmen Anlauf auf Lima, flogen entlang der Küsten und ich konnte sehen, wie das Land braun ist, schnell ins Landesinnere zu Hügel und Bergen anstieg und sich dort im Dunst verlor. Braune Gebäude wie Legosteine übereinander getürmt zogen vorbei. Industrielle Anlagen konnte ich noch sehen, da landeten wir auch schon. Raus aus dem Flieger erwartete uns eine warme Luft. Das Hemd, das ich sicherheitshalber angezogen hatte, wollte ich wieder loswerden. Aufgeknöpft, Ärmel hoch!

nach Cusco

In dem netten aufgeräumten Flughafen begann nun eine kleine umständliche Prozedur, da wir ins Land einreisten, aber wieder komplett neu einchecken mussten für den Inlandsflug nach Cusco. Als wir uns durchgekämpft hatten, setzten wir uns in einen leicht überfüllten Bereich mit mehreren Schnellrestaurants. Papa John’s hatte Pizzen für uns und das nette Mädel sprach Englisch. Das Essen war nix besonderes, also konnte man sich getrost umschauen in diesem Gewusel. Hier sind die Besucher doch ganz anders wie noch zuvor in Asuncion. Deutlich mehr Touristen in Funktionskleidern und hohen Türmen von Rucksack, Schlafsack und weiteren Säcken auf dem Rücken. Als klare Fans des Landes tragen sie manchmal landestypische Mützen, vermutlich aus Alpaka.
Ein letzter Check noch, dann sitzen wir am Gate 11 in der Abflughalle. Hier können wir nochmals unsere Handys laden . . . Huawei sei dank! Gekrümmte Monitore zeigen Sehenswürdigkeiten dieser Welt. Neckarsulm ist nicht dabei . . . warum nur? Nach etwas Gedöse sind wir auch schon wieder im Flugzeug. Ich sitze in der dritten Reihe am Gang. Neben mir ein dunkelhäutiges Ehepaar. Ich denke, es sind Amerikaner und spreche sie auf englisch an. Aber es kommt nichts an. Die deutlich spanische Antwort lässt keinen Zweifel… die sprechen kein Englisch. „Hablar ingles?“ – Kopfschütteln.
Die beiden sind sichtlich nervös. Beide so einiges über 60. Er sitzt am Fenster und ist klar der aufgeregtere. Sie sitzt zwischen uns als Sicherheitspuffer für mich und verändert ihre Position nicht einmal während des Fluges. Ihr fülliger Körper erlaubt es ihr, die Handtasche zwischen sich und dem Sitz davor zu klemmen und ihren nervösen Gatten ständig mit dem dringend benötigten Handy zu bedienen. Denn er sitzt am Fenster und muss die Bilder machen. Dabei ist er aber den kompletten Flug ständig aus dem Häuschen. Andauernd tuscheln sie, reden etwas. Der Griff geht in die Handtasche, Entsperrzeremonie, Knipsen.
Manchmal nimmt er Blickkontakt mit mir auf, wenn es besonders aufregend wird und seine Frau alleine das nicht kompensieren kann. Ich lächle bestätigend und aufmunternd zu, Daumen hoch und helfe beim Rausguggen. Dabei seh ich fast nichts. Außer dass es total grün ist draußen. Ich denke: Wow, totale Schräglage. Mein Blick geht zum Fenster rechts: da ist es genauso grün. Ähem, was ist da los? Ich brauche ein paar Sekunden um zu verstehen, dass wir zwischen Hügel hindurchfliegen. Auf den stehen kleine weiße Häuschen, wie eine Herde Alpaka auf dem Weg zum Gipfel. Jetzt fliegen wir eine Kurve und je schräger die Lage, desto mehr erkenne ich, dass diese Häuser richtig viele werden, je weiter unten sie am Hügel stehen. Wir schwenken in die andere Richtung. Die grünen Hügel drängen sich näher, es fühlt sich an wie ein Unglück. Aber es ist der ganz normale Landeanflug auf Cusco. 😉

A warm welcome to Cuzco

Hier hat man Stil: mit traditionellen Klängen unterlegt scheppern Lautsprecher am Gepäckband ein herzliches Willkommen in Spanisch und Englisch. Meinen Koffer lockt das nicht. Der läßt auf sich warten, während alle schon freudestrahlend zu den Taxis laufen. Günther filmt, während ich nervös warte. Da spielen sie doch tatsächlich El Condor Pasa, was mein Koffer wohl als El Koffer Pasa interpretiert – wir beherrschen kein Spanisch – und er stolpert, sehnsüchtig zu mir schielend, vom Band. Dabei bricht er sich ein Bein, also ein Rädchen. Jetzt passt er endgültig zu mir! Jetzt haben wir beide ein Rad ab. Ich repariere notdürftig und hab jetzt ein Argument, den Kofferträgern gar nicht mehr zu trauen. Selbst ist der Mann und wir schleppen unsere Koffer ins Freie. Die Taxifahrer reden in einem Schwall auf uns ein. Aber ich kann sie nicht hören . . . bin ergriffen von der überwältigenden Umgebung. Ringsum riesige, wohlgeformte Hügel, wie aus einem Kitschmalbuch. Linien ziehen sich durch die grüne Landschaft, Häuschen bilden kleine Punkte, als hätte ein Pointillist gemalt. Irgendwann lassen wir uns von einem Taxifahrer mitschleppen, aber nur, weil er ein Alpakafell auf seiner Ablage hat. Für ein paar Soles – 15, um genau zu sein, was ca. 4,34 € entspricht (für 4 km) – kurvt er uns exakt vor das schnuckelige Hotel. Ich mag es sofort. Es liegt zwar an einer viel befahrenen Straße, aber es ist so schön klein und unauffällig. Aber davon später mehr. Wir müssen uns erst mal ausruhen . . .

Asuncion: dia uno

Der Flug durch die Nacht verlief reibungslos, unspektakulär. Über Asuncion schliesslich brach die Wolkendecke auf. Das kündigt mehr als nur einen neuen Tag an. Tatsächlich waren auch die Koffer von Frankfurt hier angekommen und so kamen wir zügig zur Passkontrolle. Der freundliche Beamte rammte seinen Stempel gekonnt auf den Personalausweis und raus waren wir.
Draußen war es sehr warm und feucht; es wehte angenehm ein leichtes Lüftchen.
Wir liefen zur nächsten Busstation außerhalb des Geländes und fuhren mit Linie 30 (Linia 30) bis zur c/Oliva, die Straße, in der unser Hotel liegt. War die Fahrt schon abenteuerlich – für 2000 Guaraní (ca 40ct) dennoch mehr eine günstige Achterbahnfahrt – war der Fußweg zum Hotel ein Erlebnis. Aber der Reihe nach:
Der bunt bemalte Bus kam über einen riesigen Kreisel auf uns zu. Der Busfahrer stämmig, freundlich, die Passagiere neugierig und hilfsbereit. Einer wollte sogar für Günther aufstehen. Gut, hätte ich auch gemacht…

Aber wir blieben tapfer stehen, was den Fahrspaß deutlich erhöht und eigentlich auch den Preis nach oben treiben sollte. Er raste grundsätzlich mit Hochgeschwindigkeit auf die nächste rote Ampel und zum nächsten Stau. Bei Schlaglöcher konnte er gar nicht widerstehen . . . Nochmal Gas geben und dann ins Loch reinbremsen. Wir taumelten und rammten mit Koffer und Rucksack die geduldigen Gäste. Einer von denen hatte übrigens ein bauchiges Gefäß mit einem Metallröhrchen in der Hand. Da sog er gelegentlich unbeeindruckt dran. Neben sich ein Wasserbehälter, gut 1 Liter. Das machte mich neugierig und ich schaute mich um. Der Busfahrer hatte auch so ein Ding, allerdings an der Fahrertür befestigt, aus Horn und sein Kanister war viel größer. Später in der Stadt, begegneten uns viele Leute, die diese Kombination spazieren trugen wie die Pariser ihr Baguette. Mehr und mehr fielen mir Shops auf, die zig von diesen Kanistern feilboten in allen möglichen Aisführungen.
Wir waren aber noch mit der Fahrt zum Hotel beschäftigt. Langsam schmerzten mir die Arme vom festkrallen an der Haltestange und abfangen an den Sitzen. Endlich – ENDLICH – wurden Sitzplätze frei. Es wurde doch deutlich angenehmer. Mehr und mehr Gäste stiegen aus und es wurde geräumig.
Ach übrigens Ausstieg – das läuft so: man schlappt vor zum Busfahrer und äußert – so meine Vermutung – seinen Ausstiegswunsch. Der öffnet daraufhin schon mal vorsorglich die Türe. Der Ausstiegswillige unterstreicht seinen Wunsch, indem er sich schon mal auf die unterste Stufe an der Türe stellt. So muss der Bus quasi fast nicht stehenbleiben und hat den Gast doch los. Clever!
Der Busfahrer nahm auf uns „Gringos“ Rücksicht. Wir wurden von ihm erinnert, wenn die c/Oliva erreicht war und liess uns dann raus. Entschlossen wuchteten wir die Koffer – Trollis mit niedlichen Rädchen – auf die . . . hm, nennen wir es mal großzügig Straße. Die halbgeöffneten Fenster des Busses täuschten darüber hinweg, dass es im Laufe des Vormittag deutlich wärmer geworden war. Teilweise richtig dämpfig bei 30 Grad. Und dann die Gehwege: allesamt mehr oder wenig in Bearbeitung oder schlicht bei der Fertigstellung vergessen. Die Straße zieht sich noch 3 Blöcke weiter und ist mit Fallen gespickt. Schwer, sich hier die Ruinen rechts und links anzuschauen. Oder gar auf die wenigen intakten Häuschen zu konzentrieren.
Das eine oder andere zog aber doch meine Aufmerksamkeit auf sich. Zuletzt ein Hof wie ein Motel aus amerikanischen Filmen. Im Zentrum dann eine Art Bistro mit Getränken und Essbarem. Schön in rot-weiß frisch bemalt. Kurz danach dann unser Hotel – auffällig und von einigen Metern schon klar erkennbar. Gut gepflegt, frisch gewischter Boden, Terasse mit Stühlen und Tischen. Der Innenraum angenehm – ist wahrscheinlich die Lobby. Es ist ein sehr kleines Hotel. An der Rezeption ein Junge von vielleicht 17, der alles freundlich abwickelte. Aber uns das Zimmer noch nicht gab – wir waren wesentlich zu früh dran. Verständlich – und so liessen wir das Gepäck zurück und zogen wie gierige Raubtiere auf Futtersuche los. Zogen durch die lärmenden Straßen, sprangen zwischen klar auf ihr Ziel fixierten Fahrern in ihren metallenen Gefährten hindurch. Immer wieder mal blieb ich stehen und musste einfach fotografieren: das unfassbare Kabelgewirr, bei dem Kabel auch kreuz und quer über Kreuzungen gespannt oder auf ein vorhandenes draufgelegt werden. Gigantische Hochhäuser im deutlichen Verfall begriffen, kleine Shops, die nicht mehr sind, Straßenhändler, die RayBan-Brillen anpreisen – in einer unfassbaren Anzahl. Und die vielen indianischen Frauen, auf dem Boden kauernd, die Schmuck anpreisen, während sie schon am nächsten Kettchen arbeiten. Die Menschen sowieso ein spannendes Gemisch: eben die genannten Händler, vor den Läden sitzende Ladenbesitzer, kaum Touristen und viele, die offensichtlich hier in Büros und Banken arbeiten und auf dem Weg in ein Restaurant sind.

Das sind wir auch. Und verschwinden schliesslich total ausgehungert in ein Restaurant, dass sich später auch mit eben diesen Angestellten füllt. Aber egal, wir haben unser Schnitzel und Kartoffelbrei. Und Bier – viel Bier, einheimisches Bier. Serviert in einem Blecheimer voll Eis. Genussvoll lass ich es in das Glas fliessen, spüre das kalte Glas an den Lippen und mit einem seufzen und geschlossenen Augen ergießt sich das wohlige Kühl in meinen Rachen. Augenblicklich weiß ich, wir sind angekommen.

Hinfluch

Eigentlich verlief der Start sehr gut. Perfekt geschlafen – vermutlich weil ich am Vorabend mich intensiv um die offene Weinflasche gekümmert hatte.
Dann am späten Vormittag zu Günther, gemeinsam zu Mittag gegessen und gedöst, bis endlich die Bahn uns Richtung Flughafen bringen würde. Da denkt man sich bei Hinfluch doch gleich: mit der Bahn hätten wir schon einen Tatverdächtigen. Aber weit gefehlt. Auch wenn nicht alles hundertprozentig war, die beiden Umstiege verliefen reibungslos, wir hatten bequeme Plätze und wurden dann sogar noch in Mannheim besucht – von der weltbesten Schwägerin!
Bis zum Flughafen – oder soll ich sagen Fluchhafen? – also alles gut und entspannt. Dann aber wurden wir daran erinnert, dass ja schon der Online CheckIn nicht funktionierte. Das komplifizierte CheckIn-Terminal ganz im letzten Winkel des Gebäudes spuckte irgendwann unsere Tickets aus. Mit etwas technischem Geschick schafft man das. Allerdings nur der Weiterflug von Sao Paulo nach Asuncion. Wie dahin kommen?

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Egal, gibt es wohl später. Also Koffer abliefern. Keine Warteschlange – yay, wir waren eben früh dran. Hier ging es ratzfatz zum Scannen von Handgepäck und meines Mageninhalts. Hinter dem Personenscan dann wieder dieses Dejavu – warten. Auf dem Band kommen keine Kästen mit Jacken, Tablets, Rucksäcke mehr an. Mir schwant was, schaue vor zum Scanner und da – mein Rucksack. Wird nochmal gescannt, dann nochmal. Ok, der ist schön, aber so arg? Oder hat man es auf mein Hanuta abgesehen?
Endlich kommt einer mit dem Rucksack, aber er läuft an einen anderen Tisch. Dann schaut er fragend in die Runde… wer zuckt zusammen? Ich natürlich. Er zitiert mich zu sich. „Wir müssen uns gemeinsam den Inhalt anschauen!“ – „Warum?“ – „Wir können den nicht scannen, zu viele schwarze Flecken“ Seufz. Also zieht er sich die blauen Gummihandschuhe an und los geht’s: Stativ, Tasche mit Kleinteilen, Kamera . . . wühl wühl. „Wir haben beim Scan 2 Schlösser gesehen. Kann da sein?“ „Ah, da sind die. Die habe ich vorhin beim Aufgeben des Koffers schon gesucht.“ Schlösser raus, weiter. „Was ist das?“ – „Ein Solarpanel“ – „Und das?“ „Tasche mit Akkus und Kabel“. Irgendwann war er zufrieden und meine tolle Sortierung – Mandarinen und Hanuta ganz oben – im Eimer. Thank you, Officer!
Aber da wir wie erwähnt früh dran waren, gingen wir also entspannt zum Gate. B48. Öhm, früh dran? Alle waren schon da – wir waren quasi die letzten. Hiiiilfeeee. Ok, cool bleiben. Da ist ein Schalter, an dem kaum jemand steht. Hin zu dem Mann. „Wir würden gerne nebeneinander sitzen“ – „Bitte warten Sie bis 19:00 Uhr. Sie werden aufgerufen“ – „Und bekommen dann Plätze nebeneinander?“ – „Das ist sehr kompliziert. Wenden sie sich bitte an meinen Kollegen am Schalter da drüben“. Gut, da stehen nur 3 Leute davor – wir stellen uns dazu. Warten, warten. Warten! Dann endlich . . . Was? „Die Plätze kann ich nicht zuweisen. Das macht mein Kollege da drüben“ Wir folgen der Richtung des Fingers. . . „Der da ganz am Ende?“ „Ja, dort bekommen sie ihre Plätze“ – „Aber er schickt uns doch gerade zu ihnen“ – „Ich kann ihnen leider nicht helfen. Es tut mir leid.“ . . . Ja, uns auch. @#***

Wieder zurück. Anstehen. Einer kommt und platziert die Schlange im flachen Winkel. Warten. Warten. Gähn. Die Füße schmerzen. Warten. Endlich . . . eine bebrillte offensichtlich brasilianische Dame bedient uns. „Alle Plätze am Gang sind belegt“. Dann starrt sie in den Bildschirm, tippt, starrt, tippt, starrt. Sind wir noch da? Durchsichtig? Sie starrt weiter. Und tippt natürlich. Druckt Bordkarten aus und tippt weiter, und starrt natürlich. Klar! Endlich sagt sie, während sie starrt: „Keine Sorge, ihre Plätze habe ich. Habe nur ein Problem mit dem System.“ Ja, das ist uns ja bekannt. Wir lächeln weiter, evtl klappt’s so ja. Nach einer gefühlten Ewigkeit – die Füße existieren für meinen Kopf nicht mehr, er hat die Nerven dort unten einfach deaktiviert – bekommen wir schliesslich die Bordkarten, die alten werden konfisziert. Und hey, Plätze nebeneinander, Plätze außen. Was will man mehr!

Nun hat das ganze so lange gedauert, wir marschieren fast direkt ins Flugzeug. Wobei wir erst noch 15 min in einer Schlange stehen. Dann fast schlagartig saugt uns der Flieger ein und wir landen in einem gemütlichen Bereich. Menschen lümmeln sich in den Sitzen, widmen sich Zeitung, Notebook, Tablet oder sich selbst. Geräumig hier – erste Klasse hier! Wir werden dahinter buxiert. Plätze in einer Sardinendose. Uff, so eng saß ich in noch keinem Flieger. Wenn ich aber die Arme ganz an den Körper drücke, gelingt es mir, ein bisschen zu tippen. Die Finger werden langsam gefühllos, taub. Ew riwd remmi schrewre dua Tstn ztrffon… Päusle!